Deflation in China


Deflation versus Inflation. Inflation ist uns allen bekannt, er bezeichnet den Kaufkraftverlust von Zahlungsmitteln. Wo man während des zweiten Weltkrieges noch für einen ganzen Wäschekorb voll Banknoten einen Laib Brot erhielt, ist die Deflation das Gegenteil. Wenn die Preise fallen, man jedoch einen konstanten Fluss an Geldmitteln hat, der auch konstant bleibt, bedeutet dies eine erhöhte Kaufkraft. Also kann man sich mehr für einen Bestimmten Geldwert kaufen. Nun ist es bei den normalen Käufern so, wie es auf der Börse ist. Als Käufer kann ich entweder auf steigende oder Fallende Preise setzen. Wenn ich denke, die Preise steigen wieder, tätige ich so viele Käufe wie möglich. Wenn ich denke, die Preise fallen, halte ich selbst dringend benötigte Käufe zurück, und schiebe sie auf die lange Bank. Genau, das ist dann das Problem. Im Idealfall funktioniert Wirtschaft nur, wenn stetige Geldeinnahmen kommen. Wenn nun im Rahmen einer Deflation die Bürger ihr Geld zurückhalten, schädigt dies die Wirtschaft. Wenn die Firmen keine, oder weniger Einnahmen haben, sinkt ihre Quote, und mögliche teuerung oder aber Entlassungen stehen auf dem Programm.
Deflation und Inflation stehen in der Wirtschaft gegenüber, und bekämpfen einander. Das ideal wäre die „goldene Mitte“, die aber kaum zu erreichen ist.
Nun werde ich der aktualität halber noch ein paar Dinge einflechten, die ich bereits im Jahre 2002 veröffentlichte. Damals schrieb ich über die Themen: internationaler Rohstoffmarkt, asiatische Märkte und der Einfluss auf Deutschland und Europa.
Widmen wir uns zuerst den Rohstoffen. Der internationale Rohstoffmarkt ist begrenzt. So wird Kupfer, Eisenerz, natürlich Erdöl, und das gleichzeitig  geförderte Erdgas benötigt. Was passiert nun, wenn ein Rohstoff plötzlich mehr benötigt wird? Hier gibt uns die definition des Wortes „Markt“ die Antwort. Ein Markt ist der Platz, wo Angebot und Nachfrage zusammentreffen. Wenn nun von einem Rohstoff wenig Angebot, aber viel Nachfrage ist, steigt der Preis. Bisher hatten die Asiatischen Märkte einen Großteil der Welt-Rohstoffe eingekauft. Was den Preis für andere Länder wieder steigen liess.
So, dann haben die asiatischen Märkte die Rohstoffe. Viele Rohstoffe, die sie einkauften, landeten in Firmen, wo die Arbeiter unterbezahlt werden. Das hat den Einfluss, das die Menschen dort weniger Kaufkraft haben. Also sind die asiatischen Märkte darauf angewiesen, dass externe Käufer kommen. Und die kommen! Europa und im besonderen Deutschland hat viele Läden, bei denen man Dinge für einen Euro kaufen kann. So schön dies auch ist, so unterstützen wir dadurch die asiatische Marktpolitik.
Was wäre bei der momentanen Wirtschaftslage denn möglich? Da die Produktpreise in Asien gesunken sind, oder noch sinken, könnten die Einkäufer der 1-Euro Läden geneigt sein, mehr Produkte zu kaufen. Dann wird der Europäische und im Besonderen der Deutsche Markt mit billigen Artikeln überrollt. Möglicherweise machen noch neue Geschäfte auf, die die billige Ware aus fernost anbieten.
Was ist aber mittel- bis langfristig die Folge? Die eigenen Produkte aus Deutschland, werden weniger gekauft. Das wiederum schwächt unsere Wirtschaft.
Dies war jetzt einmal in groben Zügen, das was ist, und was möglicherweise kommt. Aus meiner Sicht gesehen, würde ich gerne zu einem Boykott der 1-Euro-Läden aufrufen, und mehr zu deutschen Produkten greifen lassen.
Jetzt kommt aber der Snapshot aus der n-tv Webseite.

In China wächst die Gefahr einer Deflation. Die Verbraucherpreise fielen im Februar zum ersten Mal seit mehr als sechs Jahren, und zwar im Monatsvergleich um 1,6 Prozent, wie das Statistikamt in Peking mitteilte. Das war der erste Rückgang seit Dezember 2002. Experten erwarten auch für das gesamte Jahr fallende Preise, obwohl die Regierung mit ihrem 480-Mrd-Euro schweren Konjunkturprogramm die Nachfrage ankurbeln will.
 
Zugleich machte sich aber auch ein sogenannter Basiseffekt bemerkbar: Im Februar 2008 hatte die Inflationsrate mit 8,7 Prozent ein Elf-Jahres-Hoch erreicht und die Preise vieler Produkte sehr hoch getrieben. „Ich denke, dass ist das erste Signal einer Deflation“, sagte der China-Experte von Morgan Stanley, Qing Wang.
 
Die Statistikbehörde wollte jedoch nicht von Deflation sprechen. Angesichts der steigenden Kreditvergabe und üppigen Liquidität im Bankensystem könne davon keine Rede sein. Die Entwicklung sei vielmehr eine Folge stark sinkender Preise für Öl, Eisenerz und andere Rohstoffe.
 
Allerdings beschränkt sich der Preisverfall nicht nur auf die Lebenshaltungskosten. Auch städtische Immobilien wurden im Februar billiger: Der Preisrückgang von 1,2 Prozent war der stärkste seit Einführung der Statistik 2005.
 
Als Deflation wird ein Preisverfall auf breiter Front über einen längeren Zeitraum hinweg bezeichnet. Sie gilt als besonders gefährlich für die Wirtschaft, weil Verbraucher dadurch ermuntert werden können, auf weiter sinkende Preise zu spekulieren und geplante Käufe auf die lange Bank zu schieben. Die Kaufzurückhaltung würde die Produkte dann weiter verbilligen. Eine derartige Spirale würde Chinas Wachstumsziel von acht Prozent für dieses Jahr gefährden. Die Regierung strebt für 2009 eine Inflation von vier Prozent im Jahresdurchschnitt an.

Referenz: http://www.n-tv.de/1117509.html

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